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Motala wurde von Baltzar von Platen konzipiert und gilt als „Hauptstadt des Göta-Kanals“. 1822 legte er hier Motala Werkstad an, das bei vielen als die Wiege der schwedischen Industrie gilt. Dort wurden Schleusentore, Brücken, Bagger sowie speziell für den Kanal konstruierte Schiffe mit Schraube angefertigt. In Motala befinden sich die Hauptverwaltung von AB Götakanalbolag und mehrere Museen, unter anderem das bekannte Motormuseet. Wir fahren an Baltzar von Platens Grab vorbei.
Schleusentreppe mit fünf Schleusen. Hier ist manchmal die Nachtigall zu hören.
73 Meter über dem Meer.
Hier befindet sich eine von Hand bediente Schleuse. Hinter der Schleuse sehen wir das renommierte Göta Hotell, erbaut 1908, dann im so genannten Västanåkröken (auch Schrecken des Steuermanns genannt) ein Lusthaus, das 2003 Briefmarkenmotiv war.
Wir fahren 20 km ohne Schleusung durch die schöne Natur Östergötlands – wir passieren zwei Aquädukten, acht Brücken, Schloss Ljung und Brunneby Landgüter.
Am Göta-Kanal wurden in jüngerer Zeit zwei Aquädukte gebaut. Das bei Kungs Norrby stammt von 1993 und soll für reibungslosen Verkehr auf der Reichsstraße 36 sorgen.
Das Aquädukt in Ljungsbro ist von 1970 und entlastet die Zufahrt in den Ort und zu Cloettas Schokoladenfabrik.
Jetzt beginnt die Fahrt durch das Schleusensystem von Berg (15 Schleusen) vierzig Meter hinunter zum See Roxen. Hier besteht Gelegenheit zu einem eigenen Spaziergang am Kanal entlang, unter anderem bis zu Vreta Kloster und Oscars Schleusen in Berg.
Vreta Kloster war das erste Nonnenkloster Schwedens und wurde ungefähr um 1100 angelegt. Mit dem Bau des Klosters der Heiligen Birgitta in Vadstena verlor es an Bedeutung. Die Kirche gehört zu den interessantesten in Schweden und beherbergt zahlreiche mittelalterliche Kleinode. Heute wird sie als Pfarrkirche genutzt und kann daher nicht immer besichtigt werden.
Nach der Wegbrücke in Berg erreichen wir Oscars vier Schleusen. Für die Nacht legen wir im Hafenbecken zwischen den Schleusen Oscar und Carl-Johan an.
Hier haben Sie die Möglichkeit nach dem Mittagessen zu einem Spaziergang am Kanal entlang oder einem abendlichen Bad im See Roxen.
Wir verlassen das Hafenbecken und setzen unser Reise fort. Während der Schleusung gibt es hier die Möglichkeit zu einem Spaziergang am Kanal entlang oder zu einem Bad im See Roxen.
Carl-Johans Schleusentreppe ist mit ihren sieben miteinander verbundenen Schleusen die längste des Kanals.
33 Meter über dem Meer.
Wir besuchen ein Gut aus der Großmachtzeit. Die Eigentümer Louise und Eddie Uggla führen uns durch das große Haus mit gustavianischem Salon und interessanter Bibliothek und erzählen Anekdoten aus der Gutsgeschichte. Runstorp Säteri ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, die Führungen finden exklusiv für uns statt.
Hier kreuzt der Kanal die Eisenbahnlinie Stockholm-Malmö.
27 Meter über dem Meer.
Auf einer Strecke von rund zwei Kilometern passieren wir acht Schleusen – eine gute Gelegenheit, sich ein wenig die Beine zu vertreten.
Unsere Reise endet in der idyllischen Stadt Söderköping, die Anfang des 13. Jh. gegründet wurde. Während der Hansezeit hatte die Stadt große Bedeutung. Söderköping hat auch eine lange und interessante Geschichte als Kurort. Vergessen Sie nicht, das berühmte Eis zu probieren!
Änderungen vorbehalten. HINWEIS! Alle angegebenen Zeiten sind ungefähre Angaben.
PDF: Reiseprogramm Kleine Kanalreise von Motala
22 August mare-TV-Reportage Lesen Sie mehr
01 März NDR fernsehen, der Götakanal Online! Lesen Sie mehr
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